Beratungen zum Themenbereich “Inbetriebnahme, Betrieb und Prüfung von Druckanlagen nach der novellierten BetrSichV”

Bei der Verwendung von Arbeitsmitteln durch Beschäftigte und beim Betrieb von überwachungsbedürftigen Druckanlagen hat der Arbeitgeber/Betreiber die gesetzlichen Vorgaben der Betriebssicherheitsverordnung zu erfüllen.
Mit der novellierten BetrSichV vom 1. Juni 2015, zuletzt geändert am 30. April 2019, werden erweiterte Anforderungen gestellt betreffend z. B.: Gefährdungsbeurteilung, Beschaffenheitsanforderungen bei Inbetriebnahme, spezielle Schutzmaßnahmen bei Instandhaltungsmaßnahmen, Betriebsstörungen, Rettungsmaßnahmen. Ferner werden neue Qualifikationsanforderungen an bestimmte Beschäftigte eingeführt und Dokumentationspflichten erweitert.
Für überwachungsbedürftige Druckbehälteranlagen und Rohrleitungen werden die Prüfung vor Inbetriebnahme sowie die wiederkehrenden Prüfungen neu geordnet und bestimmte Prüffristen begrenzt. Die Angleichung der Fluidgruppen an die Verordnung (EG) 1272/2008 erfordert, die bisherige Einstufung von überwachungsbedürftigen Druckanlagen und Zuordnung der Prüfzuständigkeiten zu überprüfen.
Der Arbeitgeber ist auch verpflichtet, die aufgrund der Gefährdungsbeurteilung festgelegten sicherheitstechnischen Maßnahmen entsprechend den Kriterien gemäß TRBS 2141 „Gefährdungen bei Dampf und Druck“ zu dokumentieren und bei der Prüfung der Anlage und deren Anlagenteile darzulegen. Dem Arbeitgeber wird auch die Möglichkeit geboten, mit der ZÜS abgestimmte Prüfkonzepte für Ersatzprüfungen zu entwickeln und somit Anlagensicherheit und Wirtschaftlichkeit im Betrieb zu verbessern.

Die Kenntnis der erweiterten Anforderungen der novellierten Betriebssicherheitsverordnung und des technischen Regelwerks bilden die Voraussetzung für eine rechtskonforme Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben durch den Arbeitgeber.